Alternierende Einnahme von Pomalidomid (jeden 2. Tag) bei Patienten mit refraktärem Multiplem Myelom

SAKK 39/16 OptiPOM

Studienleiter

Dr. med.
Thilo
Zander
Luzerner Kantonsspital
+41 41 205 11 11

In der Studie SAKK 39/16 OptiPOM wird untersucht, wie die Behandlung des fortgeschrittenen Multiplen Myeloms verbessert werden könnte. Das Multiple Myelom ist eine bösartige Erkrankung der Plasmazellen, einer speziellen Untergruppe von Blutzellen, welche dann schwere Schäden am Knochen, den Nieren und der Blutbildung verursachen können.

Im Fokus der Studie steht Pomalidomid (Imnovid®), ein immunmodulierendes Medikament, das zur Therapie des Multiplen Myeloms eingesetzt wird. Das Ziel der Studie ist es, die Verträglichkeit und Wirksamkeit von Pomalidomid zu prüfen, wenn es jeden zweiten Tag – anstatt wie bisher üblich jeden Tag – eingenommen wird. Schon heute gibt es gute Hinweise dafür, dass das Medikament dadurch besser tolerabel ist (weniger Blutbildveränderungen, weniger schwere Infektionen) ohne die Wirksamkeit negativ zu beeinflussen.

Insgesamt werden 110 Patientinnen und Patienten an der Studie teilnehmen. Voraussetzung für eine Teilnahme ist, dass der Patient an einem Multiplen Myelom leidet, das sich trotz mindestens zwei vorangegangener Therapien (einschliesslich der Medikamente Lenalidomid und Bortezomib) verschlimmert hat. Die Behandlung mit Pomalidomid wird weitergeführt bis zum nachgewiesenen Wirkungsverlust oder inakzeptablen Nebenwirkungen.

Sollte sich herausstellen, dass Pomalidomid mit der Einnahme an lediglich jedem zweiten Tag gleich gut wirkt und ähnlich oder sogar besser verträglich ist, wäre dies eine für die betroffenen Patienten und ihre behandelnden Ärzte hilfreiche, neue Erkenntnis.

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