Operation oder Strahlentherapie bei Mundhöhlenkrebs?

SAKK 10/16

Studienleiter

Prof. Dr.
Frank
Zimmermann
Universitätsspital Basel
+41 61 265 49 54

Zusammen mit der European Organisation for Research and Treatment of Cancer (EORTC) vergleichen wir einen chirurgischen Eingriff mit einer Strahlentherapie in Bezug auf die wirksame Heilung von Patientinnen und Patienten mit einem Plattenepithelkarzinom der Mundhöhle (Mundhöhlenkrebs) im Frühstadium. Ziel ist es, nach der Behandlung die Lebensqualität zu verbessern und die normale Schluckfunktion wiederzuerlangen.

Ein chirurgischer Eingriff umfasst eine vollständige Entfernung des Tumors in der Mundhöhle und eventuell der betroffenen Lymphknoten im Hals. Diese werden auch deshalb entfernt, weil sich der Krebs vom Rachen in benachbartes Gewebe ausbreiten kann. Eine Strahlentherapie hingegen verwendet ionisierende Strahlung (ähnlich wie beim Röntgen), die die Krebszellen zerstört. Fortgeschrittene Technologien ermöglichen, dass die Strahlen ausschließlich auf den Tumor und die Lymphknoten abgegeben werden, die behandelt werden sollen, während sie jegliche Wirkung auf das umgebende gesunde Gewebe minimieren.

Die Wahl zwischen den beiden Optionen basiert generell auf den individuellen Erfahrungswerten der Spitäler. Da sowohl die Operation als auch die Strahlentherapie ein sehr gutes Verhältnis von Verträglichkeit und Wirksamkeit aufweist, ist es wichtig zu evaluieren, welche der beiden Therapievarianten mehr Vorteile für Patientinnen und Patienten bietet.

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