Optimierung der Chemotherapie beim Burkitt-Lymphom

HOVON 127/ SAKK 37/16

Studienleiter

Prof. Dr. med.
Frank
Stenner
Universitätsspital Basel
+41 61 265 50 74

Zusammen mit der Haemato Oncology Foundation for Adults in the Netherlands (HOVON) vergleichen wir in dieser Studie zwei verschiedene Chemotherapien zur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit neu diagnostiziertem Burkitt-Lymphom. Das Burkitt-Lymphom ist ein malignes Lymphom und wird als Hochrisiko-Tumor eingestuft, d.h. es weist Merkmale auf, die auf ein schnelles Wachstum und eine rasche Verschlechterung der Krankheit schliessen lassen. Das Ziel dieser Studie ist eine Verbesserung des Behandlungsergebnisses und der Verträglichkeit der Chemotherapie bei dieser Erkrankung.

In der Studie werden die Patientinnen und Patienten nach dem Zufallsprinzip einer von zwei Gruppen zugeordnet (randomisierte Studie). Randomisierte Studien sind eine international anerkannte Methode, um Behandlungen wissenschaftlich vergleichen zu können. Die eine Gruppe von Patienten wird mit dem derzeitigen Therapiestandard R-CODOX-M/R-IVAC behandelt, während die zweite Gruppe zur Behandlung eine Kombination von Medikamenten nach dem DA-EPOCH-R-Schema erhält. Beides sind international anerkannte Therapien für die Erkrankung, jedoch zeigte in einer früheren Studie DA-EPOCH-R eine erhöhte Wirksamkeit und verringerte Sterberate gegenüber der Behandlung mit R-CODOX-M/R-IVAC. In dieser internationalen Studie soll dieses Resultat nun in einem grösseren Rahmen (260 Patientinnen und Patienten) bestätigt werden.

Die Gesamtstudiendauer für die Patientinnen und Patienten beträgt 16–18 Wochen, gefolgt von Nachsorgeuntersuchungen über die nächsten fünf Jahre. Alle in dieser Studie verwendeten Medikamente sind in Europa und der Schweiz zugelassen.

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