Optimierung der Chemotherapie zur Behandlung von Leukämie

GRAALL 2014

Studienleiter

Prof. Dr. med.
Yves
Chalandon
Hôpitaux Universitaire de Genève HUG
+41 22 372 98 70

Die Phase II/III Studie GRAALL-2014 folgt auf die Studien GRAALL-2003 und 2005 und befasst sich mit der akuten lymphatischen Leukämie (ALL) der T- und B-Linie. Diese Krebsform ist eine Erkrankung der weissen Blutkörperchen, die sich durch sogenannte Leukämiezellen unkontrolliert vermehren. Die Blutkörperchen sind durch eine erhöhte Ansammlung von diesen Leukämiezellen im Knochenmark und manchmal auch im Blut gekennzeichnet. Dadurch werden die normalen Bestandteile des Blutes verdrängt.  

GRAALL-2014 besteht aus drei Substudien: Die ALL der Linie B und T und der Philadelphia-positiven (Ph+) Form. Jede Gruppen bezeichnet die Existenz von Mutationen bestimmter Gene zum Zeitpunkt der Diagnose.  

Ziel der Substudien GRAALL-2014/B und GRAALL-2014/T ist es, Verträglichkeit und Ergebnisse der Chemotherapie zu verbessern, indem die Therapie der ALL der B-Linie, beziehungsweise der T-Linie, an das Alter der Patientinnen und Patienten und an die Merkmale der Erkrankung angepasst wird.  

GRAAPH-2014 hat zum Ziel, die Ergebnisse der Chemotherapie in Verbindung mit Thyrosinkinase-Hemmern (TKI) in der Therapie der Ph+-ALL zu verbessern. Thyrosinkinase-Hemmer blockieren das Enzym der Klasse der Tyrosinkinasen, welches ansonsten Leukämiezellen dazu bringen würde, sich unkontrolliert zu teilen und die Krankheit somit zu verbreiten. Die Verwendung des Medikaments TKI Nilotinib (Tasigna®) erlaubt es von Beginn der Therapie an eine Senkung der Dosen der Standard-Chemotherapie in Betracht zu ziehen.  

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