Wirksamkeit einer neuen Art Chemotherapie zur Behandlung von Brustkrebs

SAKK 24/14

Studienleiter

Dr. med.
Ralph
Winterhalder
Luzerner Kantonsspital
+41 41 205 58 75

Bei dieser Studie untersuchen wir die Wirksamkeit einer neuen Art Chemotherapie, welche gezielt in Tumorzellen eindringt. So soll die Prognose von Patientinnen mit triple-negativem Brustkrebs verbessert werden. Dieser Krebs unterscheidet sich von anderem Brustkrebs durch ein deutlich aggressiveres Verhalten und eine schlechtere Prognose. Zudem tritt er eher bei jüngeren Frauen auf.

In dieser Studie verwenden wir ein sogenanntes „Anti-EGFR-Immunliposom“. Dieses ist von den Gesundheitsbehörden bisher nicht zugelassen worden. Jedoch wurde es bereits in einer früheren Studie an 26 Patienten mit unterschiedlichen Tumoren untersucht. Unsere Studie ist nun die erste, die das Medikament beim triple-negativen, fortgeschrittenen Brustkrebs einsetzt.

Anti-EGFR-Immunliposome bestehen aus zwei wesentlichen Bestandteilen, nämlich einer Chemotherapie (liposomalem Doxorubicin) sowie einem Antikörper (Cetuximab). Antikörper sind Eiweissmoleküle, die vom menschlichen Immunsystem zur Abwehr von Infekten hergestellt werden. Die auf der Oberfläche der Liposomen (Fettmoleküle, die als Transportmittel genutzt werden) angebrachten Antikörper leiten die Chemotherapie direkt in die Tumorzellen und schonen somit das gesunde Gewebe.

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