Optimierungsstudie des diffusen, grosszelligen B-Zell-Lymphoms

SAKK 38/19

Studienleiter

PD Dr. med.
Anastasios
Stathis
Istituto Oncologico della Svizzera Italiana (IOSI)
+41 91 811 89 31

Das diffuse, grosszellige B-Zell-Lymphom (DLBCL) ist das häufigste Non-Hodgkin-Lymphom bei Erwachsenen. Rund 60% aller Patientinnen und Patienten mit einem DLBCL können mit der Standardtherapie geheilt werden.

Zusätzliche Gabe von Acalabrutinib

In der Studie SAKK 38/19 wird untersucht, ob die Zugabe des Wirkstoffs Acalabrutinib zusätzlich zur Standardtherapie-Behandlung deren Wirksamkeit bei spezifischen Mutationen verbessern kann. Ausserdem werden Sicherheit und Verträglichkeit der Behandlung geprüft. Acalabrutinib wird zweimal täglich als Tablette eingenommen. Der Wirkstoff ist in der Schweiz zur Therapie bisher unbehandelter chronisch-lymphatischen Leukämie zugelassen.

Unterschiedliche Therapien – je nach Ansprechen

Bei den Studienteilnehmenden von SAKK 38/19 wird zudem die Art und Dauer der Behandlung an die Untersuchungsergebnisse angepasst, die während der Therapie erhoben werden. Das Ziel besteht darin, durch Therapie-Eskalation (Zugabe von Acalabrutinib) oder -Deeskalation (Reduktion von Standardtherapie-Zyklen) die Wirksamkeit und Verträglichkeit der Behandlung zu verbessern.

An der Studie können rund 260 Patientinnen und Patienten mit einer bestätigten Diagnose eines DLBCL teilnehmen, deren Erkrankung noch nicht mit Medikamenten oder anderen Therapieverfahren behandelt wurde.

Nach Abschluss der Studientherapie finden alle 3 Monate Kontrollen statt, und in den Monaten 12, 18 und 24 nach Beginn der Therapie werden nochmals Untersuchungen durchgeführt. Nach 24 Monaten finden die Kontrolluntersuchungen noch alle 6 Monate statt, nach 60 Monaten seit Beginn der Studientherapie enden die Kontrollen.

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